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Die wichtigsten Fragen zum Prostatakrebs

Die wichtigsten Fragen zum Prostatakrebs

Wie viele Männer sind in Deutschland von Prostatakrebs betroffen?

Prostatakrebs steht in Deutschland mittlerweile an der Spitze der Krebsneuerkrankungen bei Männern. Jedes Jahr werden bei 31.500 Männern Prostatakarzinome festgestellt. Insgesamt leben 200.000 an Prostatakrebs erkrankte Männer im Bundesgebiet. Bei den tödlich verlaufenden Krebserkrankungen bei Männern steht ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse an dritter Stelle.

Welche Vorsorge-Untersuchungen stehen für die Prostata zur Verfügung?

Prostatakarzinome können vom Darm aus manuell ertastet oder durch verschiedene bildgebende Verfahren sichtbar gemacht werden. Für die Erkennung auch kleiner Tumoren und für die genaue Verortung ist eine hochauflösende Untersuchung der Prostata erforderlich. Deshalb wird in der Diagnoseklinik München die Magnetresonanztomographie (MRT)
eingesetzt, die hochauflösende Bilder mit exzellenter Qualität liefert und deshalb eine sehr gute Stadienbeurteilung ("Staging") ermöglicht. Vergleichende Studien mit dem transrektalen Ultraschall belegen eine deutliche diagnostische Überlegenheit der MRT für die Lokalisation und das Staging des Prostatakarzinoms: Mit der Ultraschall-Untersuchung allein wird weniger als die Hälfte der Prostatakarzinome erfasst. Generell ist auch der PSA-Wert im Blut ein wichtiger Indikator für eine bösartige Veränderung der Prostata: PSA bedeutet "Prostata-spezifisches Antigen" und ist ein von den Prostatazellen gebildetes Eiweiß.

Es ist im Prostatasekret enthalten und kann auch im Blut nachgewiesen werden. Liegt der PSA-Anteil über vier Nanogramm (Milliardstel Gramm) pro Milliliter Blut, schafft die MRT Klarheit darüber, ob verdächtiges Gewebe in der Prostata vorhanden ist und wenn ja, in welchem Stadium sich das Geschwür befindet. Abhängig von der Tumorgröße kommt zusätzlich die Magnetresonanz-Spektroskopie (MRS) zum Einsatz, die die Diagnosesicherhit um weitere sieben bis zehn Prozent erhöht und in Kombination mit der MRT ein 90-prozentig sicheres Ergebnis liefert.

Sind eindeutige Auslöser für Prostatakrebs bekannt?

Eindeutige Ursachen für die Entstehung eines Prostatakarzinoms sind nicht bekannt. Mögliche Faktoren sind das Sexualverhalten und hormonelle Einflüsse. Auch Rauchen, starker Alkoholkonsum sowie eine fettreiche Ernährung können die Entstehung eines bösartigen Tumors begünstigen. Genetische Risiken sind ebenfalls erkennbar, denn in manchen Familien tritt Prostatakrebs überdurchschnittlich häufig auf.

Wie kann man Prostatakrebs vorbeugen?

Auch wenn die oben genannten Risikofaktoren nicht gesichert sind, empfiehlt sich eine ausgewogene, fettarme Ernährung. Auf jeden Fall sollte jeder Mann ab einem Alter von 45 Jahren jährlich zur Vorsorge-Untersuchung gehen, damit bösartige Veränderungen der Vorsteherdrüse rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.

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