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Prostatakarzinom | Früherkennung und Diagnose

Prostatakarzinom: Früherkennung und Diagnose

Zur Früherkennung und Diagnose des Prostatakarzinoms ist es erforderlich, die Vorsteherdrüse so genau wie möglich zu untersuchen. Hier ist die Empfehlung, bildgebende Verfahren zu nutzen. Die Beurteilung des Stadiums, in dem sich ein Prostatakarzinom befindet, schlägt ohne diese Verfahren in 30 bis 72 Prozent der Fälle fehl. Deshalb wird bei uns für die Sicherheit des Patienten die moderne und den Organismus wenig belastende Kombination von Magnetresonanz-Tomographie (MRT) und Magnetresonanz-Spektroskopie (MRS) eingesetzt. Diese Verfahren arbeiten nicht mit Bestrahlung, sondern mit Magnetfeldern. Mit der MRT/MRS können krankhafte Veränderungen der Prostata wie z.B. Prostatakrebs sehr gut dargestellt werden. Darüber hinaus erlaubt die Untersuchung auch eine Beurteilung des kleinen Beckens.

MR-Spektroskopie der Prostata

Hatte die konventionelle MR-Tomographie bzw. Kernspintomographie bereits eine hohe Treffsicherheit bei der Einstufung des Grads der Bösartigkeit eines Prostatakarzinoms erzielt, so liefert die MR-Spektroskopie eine noch höhere Genauigkeit bei der Einschätzung von gut- wie bösartigen Veränderungen der Prostata. Die MR-Spektroskopie erlaubt quantitative und semiquantitative Aussagen über die Konzentration sogenannter Metaboliten (d.h. von Substanzen, die für den Stoffwechsel unentbehrlich sind) in verdächtigen Gebieten der Prostata. So weist z.B. eine Konzentrationsverschiebung im Prostatagewebe zugunsten des Gallenwirkstoffs Cholin auf ein Prostatakarzinom hin. Derartige Verschiebungen können durch die MR-Spektroskopie quantifiziert, also größenmäßig bestimmt werden.

Mit der MR-Spektroskopie steht – in Kombination mit der konventionellen bildgebenden Magnetresonanz- bzw. Kernspintomographie – ein

  • nicht invasives
  • nicht mit ionisierender Strahlung behaftetes und
  • somit grundsätzlich beliebig oft wiederholbares

Untersuchungsverfahren der Prostata zu Verfügung. Dieses Verfahren leistet einen wertvollen Beitrag für

  • die Planung der Entnahme von Gewebeproben (Biopsie)
  • die Therapieplanung
  • die Therapiekontrolle
  • die Unterscheidung von gesundem und bösartig entartetem Gewebe nach erfolgter Hormontherapie, Kryotherapie oder Bestrahlung der Prostata.

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