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Gegen Herzinfarkt & Schlaganfall | Genetische Risikovorsorge für Herz & Gefäße

Volkskrankheit Herzinfarkt und Schlaganfall

Im Rahmen der genetischen Risikovorsorge für Herz und Gefäße erfasst man Genpolymorphismen zur Blutgerinnung, zur Regelung des Blutdrucks und zu Stoffwechsel und Neigung zu Übergewicht. Dadurch wird u.a. festgestellt, wie stark die Veranlagung für Thrombosen, erhöhten Blutdruck und Übergewicht ist und wie hoch das generellere Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen ist.

In der westlichen Welt sind neben Krebserkrankungen die Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen am häufigsten. Vor allem Herzinfarkt und Schlaganfall verlaufen oftmals tödlich oder beeinträchtigen die Betroffenen ihr weiteres Leben lang.

Hierbei handelt es sich um sogenannte "Zivilisationskrankheiten" handelt, die durch unsere Lebensumstände beeinflusst werden - mangelnde Bewegung, Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Diabetes, falsche Ernährung, Stress und Rauchen sind dabei oft gehörte Schlagworte.

Weniger bekannt ist, dass auch die individuelle genetische Veranlagung eine große Rolle dabei spielt, wie groß die Gefahr ist, dass sich eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickelt.

Die Rolle der Gene

Neben den genannten Risikofaktoren verwenden herkömmliche Score-Charts zur Abschätzung des Risikos auch den Faktor "Familienanamnese": Je mehr nahe Verwandte bisher an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden bzw. verstorben sind, umso wahrscheinlicher ist auch der Patient selbst betroffen. Diese Annahme ist allerdings ungenau, denn nicht alle Gene werden eins zu eins von Generation zu Generation weitergegeben. Deshalb kann mittels einer Genuntersuchung überprüft werden, welche "Genanomalien" tatsächlich vererbt wurden.

Im Rahmen der genetischen Risikovorsorge für Herz und Gefäße erfasst man folgende Genpolymorphismen:

  • zur Blutgerinnung, wie wahrscheinlich eine Thrombose auftritt (Gerinnungsfaktoren, Thrombozyten-Rezeptoren)
  • zur Regelung des Blutdrucks, ob man zur Hypertonie neigt (Angiotensinogen, ACE, alpha- und beta-adrenerge Rezeptoren)
  • zu Stoffwechsel und Neigung zu Übergewicht (G Protein, Methylentetrahydrofolatreductase, Plasminogen Activator Inhibitor, Neuropeptide)

Nutzen der Untersuchung

Aufgrund dieser Ergebnisse kann man

  • gezielt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und ggf. engmaschige Kontrollen vornehmen,
  • Risikofaktoren für Verkalkungen der Blutgefäße (Arteriosklerose) früh erkennen,
  • eine auf die individuelle genetische Situation abgestimmte Beratung zur Umstellung der Lebensführung beispielsweise in den Bereichen Ernährung und Sport durchführen.

 

Haben Sie Fragen zum Thema Genetik? 

Ihr Ansprechpartner:
Dr. med. Thomas Platzer


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