Früherkennung Brustkrebs | Krebsvorsorge mittels MR-Mammographie
Die MR-Mammographie ist das treffsicherste Verfahren in der Brustkrebsvorsorge
Die Kernspintomographen (MRT) bieten immer schnellere und höher auflösende Sequenzen für eine immer präzisere Bildgebung – und haben mittlerweile auch in der Brustkrebsvorsorge eine große Bedeutung erreicht. Lange Zeit galt vor allem die Mammographie mittels Röntgenstrahlung als beste Vorsorgetechnik, weil nur dort der sogenannte Mikrokalk dargestellt wird, was ein mögliches Frühzeichen eines entstehenden Karzinoms sein kann.
Die MRT kann zwar nach wie vor keinen Mikrokalk darstellen, jedoch weiß man inzwischen, dass entstehende Frühkarzinome noch andere Veränderungen im Brustgewebe aufweisen, z.B. winzige neu gebildete Blutgefäße. Weil sich dort das Kontrastmittel besonders stark anreichert, können mit dem Kernspin die Krebsherde aufgespürt werden - und das sogar bei denjenigen Brustkrebsarten, die keinen Mikrokalk bilden.
So konnten in einer Bonner Studie mittels MRT 92% der besonders aggressiven Brustkrebsvorstufen entdeckt werden, während die Röntgenmammographie nur 56% aufspürte. Und auch, wenn man alle Brustkrebsarten zusammen betrachtete, war die MRT deutlich überlegen: Bei 7.319 untersuchten Frauen wurden in der MRT 153 Befunde sichtbar gemacht, während es bei der Röntgenmammographie nur 93 waren. Mehr Informationen zur MR-Mammographie finden Sie in einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts.
Ein weiterer Vorteil der MR-Mammographie ist, dass bei dieser Untersuchung keine Röntgenstrahlen zum Einsatz kommen und sie deshalb als besonders schonend gilt.
In der Diagnoseklinik kommt bei der MRT der Brust nicht nur ein modernes MR-Gerät zum Einsatz, sondern auch eine spezielle CAD-Software, die den Arzt bei der Auswertung der Aufnahmen unterstützt. Diese Software macht die Diagnose noch zuverlässiger und sorgt für eine übersichtliche Dokumentation der Befunde. So kann sich auch der weiterbehandelnde Arzt ein klares Bild von der Situation der Patientin machen.
Zusätzlich führen wir, wenn nötig, noch eine sogenannte MR-Spektroskopie durch, mit der krebstypische Stoffwechselprodukte im Brustgewebe nachgewiesen werden können, und zwar ohne, dass eine Gewebsprobe entnommen oder ein anderer Eingriff vorgenommen werden muss.
Selbstuntersuchung contra Brustkrebs
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