Frauen-Sprechstunde | Thrombosegefährdung
Thrombose: Sind Sie gefährdet?
Werden Östrogene in zu hohem Maße zugeführt oder gebildet, nimmt die Gefahr einer Thrombose zu. Die Pille enthält ein künstliches Östrogen, das in der Leber Gerinnungsfaktoren stimuliert. Deshalb gibt es unter der Pilleneinnahme eine höhere Gefährdung für Thrombosen.
Während der Schwangerschaft bildet die Frau von sich aus höhere Östrogenmengen, die ebenfalls für eine erhöhte Thromboseanfälligkeit verantwortlich sein können. Ähnlich ist es bei der Hormonersatztherapie in den Wechseljahren. Die Ursache liegt in den Genen. Mit einem einfachen Schleimhautabstrich können wir feststellen, ob eine genetische Risikokonstellation besteht oder nicht. Wenn das Risiko besteht, sollten Sie keine Östrogene verabreicht bekommen bzw. in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft eine Blutverdünnung vornehmen lassen.
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