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Darmkrebs – die Früherkennung entscheidet | Thema: Darmkrebsvorsorge | Diagnoseklinik München | Vorsorge-Archiv

Darmkrebs – die Früherkennung entscheidet

Wir essen zu süß, zu fett, zu unausgewogen. Wir bewegen uns wenig. Die Folgen sind unangenehm: Bauchkrämpfe, Verstopfung, Blähungen. Noch viel unangenehmer sind die möglichen Spätfolgen: Darmkrebs – die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland mit rund 30.000 Todesopfern jährlich. Fast alle von ihnen könnten noch leben, denn Darmkrebs hat, früh genug erkannt, ausgezeichnete Heilungschancen. So haben Langzeitstudien in den USA ergeben, dass die Überlebenschance von Darmkrebspatienten bei regelmäßiger Vorsorge rund ein Drittel höher liegt als ohne.

In den meisten Fällen tritt die Erkrankung nach dem 50. Lebensjahr auf. Von diesem Zeitpunkt an sollte man sich jährlich zur Darmkrebsvorsorge vorstellen. Dennoch nutzen in Deutschland nur fünf Prozent aller Männer über 45 das kostenlose Vorsorgeangebot. Vielleicht aus Angst vor einem positiven Befund oder vor der Darmspiegelung?

Die klassische Darmspiegelung ist in der Tat ein wenig unangenehm. Aber heutzutage gibt es schon Verfahren, bei denen keine Geräte mehr in den Darm eingeführt werden müssen: Die virtuelle Koloskopie ist absolut schmerzfrei.

Der Patient wird lediglich in einem speziellen Computer-Tomographen mit niedrig dosierter Röntgenstrahlung untersucht. Im Anschluss errechnet ein spezielles Computerprogramm eine dreidimensionale Grafik, und der Radiologe kann sich auf den virtuellen Weg durch den Dickdarm machen. Der Vorteil: Geschwulste und Polypen lassen sich ausgezeichnet erkennen. Wird ein Polyp entdeckt ist ein Eingriff vonnöten. Dabei führt der Spezialist ein flexibles Endoskop in den entleerten Darm. An der Spitze sitzt eine kleine Kamera, deren Aufnahmen der Arzt am Monitor betrachtet. Vorhandene Polypen lassen sich mit einer kleinen Schlinge gut entfernen. Aus ihnen kann dann kein Krebs mehr entstehen!

Kommt der Patient zu spät zur Koloskopie und entdeckt der Arzt ein Karzinom, ist ein größerer Eingriff notwendig. Dabei wird in der Regel auch ein Stück des Darms herausgeschnitten. Nun bleibt zu hoffen, dass sich keine Metastasen, also Tochtergeschwulste, gebildet haben. Auch hier erlaubt die Computer-Tomographie eine genaue und zuverlässige Diagnose. Sie entscheidet auch über den weiteren Verlauf der Therapie. Ein weiterer Vorteil der virtuellen Koloskopie besteht darin, dass der Darm nicht nur von innen, sondern auch von außen und der ganze Bauch mit allen Organen mituntersucht werden kann. Nicht selten wird so ein krankhafter Befund entdeckt. Dieser wäre der herkömmlichen Koloskopie entgangen.

Artikel aus dem Archiv Ihrer Vorsorge-Klinik, der Diagnoseklinik.