Durchfallerkrankungen schützen vor Darmkrebs | Thema: Darmkrebsvorsorge | Diagnoseklinik München | Vorsorge-Archiv
Durchfallerkrankungen schützen vor Darmkrebs
Forscher der Thomas Jefferson University in Philadelphia, Pennsylvania, haben herausgefunden, dass Erreger von Durchfallerkrankungen die Entstehung von Krebszellen im Darm verhindern können. Das würde auch erklären, warum Dickdarmkrebs in Entwicklungsländern sehr viel seltener ist als in den Industrienationen. Dort stehen Durchfallerkrankungen nämlich auf der Tagesordnung.
Escherichia coli nennt sich der Erreger, der sowohl beim Menschen als auch beim Tier Diarrhö auslösen kann. Das passiert, weil die Toxine von E. coli eine ähnliche Struktur wie unsere regulatorischen Eiweißstoffe haben. Diese sind für den Wasser- und Salzhaushalt des Darm zuständig. Die Wissenschaftler haben nun bewiesen, dass die Toxine Signale in den Darmzellen auslösen, die der Zellteilung und somit auch dem Wachstum von Krebszellen entgegenwirken.
Nun ist die Hoffnung groß, dass ähnliche Substanzen die gleichen Signale aussenden können, ohne jedoch eine Diarrhö hervorzurufen. Diese Substanzen könnten dann in der Darmkrebsvorsorge oder -therapie eingesetzt werden. Was natürlich sehr viel angenehmer ist, als ständig Durchfallinfekte zu durchleben.



